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Beratungswerkstatt am Gleis 1
Supervision, Coaching &
Organisations-Entwicklung

federer & partner gmbh Bahnhofplatz 1
CH - 9430 St. Margrethen

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beratung(at)federer.org
20. November 2009 20:11 Alter: 290 Tage

Und wieder hast du mich falsch verstanden

 

Eine Äusserung die oft zu hören ist. Beim näheren Hinschauen stellt sich dann jedoch die Frage: Wie soll das gehen? Gibt es das überhaupt: Falsch verstanden werden?"

Als Coach und Supervisor sitze ich immer wieder Menschen gegenüber, die mir dann erklären, wie sie von der Kollegin oder dem Kollegen falsch verstanden wurden, und es so zu Konflikten gekommen sei.

Den Unmut und die Enttäuschung in solchen Situationen kann ich gut nachvollziehen, dennoch macht es Sinn, etwas genauer hin zuschauen, wie das denn mit dem Verstehen unter Menschen genauer funktioniert.

Hier stelle ich die Aussage von Friedemann Schulz von Thun gegenüber: Seine These lautet:

Der Empfänger bestimmt die Bedeutung einer Nachricht!

Der zwischenmenschliche Empfangsvorgang, ähnlich wie bei einem Radio bedarf einem Interpreter. Ohne Radioempfänger, der uns die durch den Sender ausgestrahlten Radiowellen übersetzt, werden wir nichts verstehen können.

Im Falle der zwischenmenschlichen Kommunikation ist der (Menschliche)Empfänger zugleich Interpreter. Die zuhörende Seite verbindet die durch das Ohr und das Auge empfangenen Signale auf dem Hintergrund der eigenen Bilder, Gefühle und Erfahrungen. Diese Interpretation

 

Menschen reagieren meist einseitig und hören auf einem Ohr besonders sensibel. Dies kann je nach Aspekt der Nachricht eine Störung der Kommunikation zur Folge haben. Woher kommt dies? Der Sender muss seine Nachricht codieren um zu kommunizieren, das heisst er übermittelt dem Empfänger seinen inneren Zustand anhand von Zeichen bei der Übermittlung. Nun ist es die Aufgabe des Empfängers, diese Zeichen zu decodieren, beziehungsweise auf seine Weise zu interpretieren. Dieser Vorgang kann in folgendem Schema verdeutlicht werden:

Die Empfangsvorgang

 

Anmerkung. Aus Miteinander Reden 1 (S. 72) von Schulz von Thun.

PS: sehr interessant sind als weiterführende Gedanken auch die Axiome der Kommunikation von Paul Watzlawik. 1921 - 2007

 

Grundlegende Eigenschaften (Axiome) der Kommunikation

 

A Es ist unmöglich, nicht zu kommunizieren.

B Menschliche Kommunikation ist zweisprachig: begrifflich und ausdruckshaft.

C Der Beziehungsaspekt (das WIE) definiert den Inhaltsaspekt (das WAS) der Kommunikation.

D In einer Beziehung ist jedes Verhalten zugleich Ursache und Wirkung.

E Kommunikationsabläufe sind symmetrisch oder komplementär.

 

Wetierführende Informationen auf Wikipedia